Orient-Gala krönt die AREA-Zirkuswoche

„Wir, die Kinder und Jugendlichen der inklusiven Zirkuswoche des Jugendzentrums AREA48734, laden euch zu einem unvergesslichen Spektakel ein und entführen euch in die fantastische Welt des Morgenlandes. Unter dem Motto ‚1001 Nacht‘ haben wir zusammen mit unseren Betreuern eine spannende Geschichte geschrieben, die wir euch jetzt zeigen werden. Ihr werdet staunen, auch darüber, welche Zirkus-Disziplinen wir alle erlernt haben!“ Mit solchen Hinweisen werden 300 Zuschauer schon beim Betreten des RekenForums begrüßt, das sich durch eine mystische Deko in einen orientalischen Basar verwandelt hat.


Zum Abschluss einer inklusiven Zirkuswoche des Jugendzentrums AREA48734 begeistern 60 Kinder mit einer „1001-Nacht-Gala“.

Benjamin, Victoria, Marc und Jana warten derweil hinter den Kulissen auf ihren Auftritt und sind echt ungeduldig: „Wir haben lange geprobt, jetzt wollen wir endlich auf die Bühne.“ Zusammen mit 56 weiteren „Nachwuchs-Artisten“, darunter auch 12 Mädchen und Jungen mit Behinderung aus dem Haus Don Bosco des Benediktushofes, haben sie in der ersten Woche der Herbstferien an einem Zirkusprojekt teilgenommen, zum fünften Mal organisiert und durchgeführt vom Groß Rekener Jugendzentrum in Zusammenarbeit und mit der Unterstützung des Jugendwerks, des LWL und der Gemeinde. Unter Anleitung der Zirkuspädagogen Michael Held, Ulla Fehse und Philipp Astor sowie vom Jugendzentrum-Leiter Henning Sittlinger, dessen Stellvertreterin Lisa Lechtenberg und sechzehn ehrenamtlichen Helfern wurde in vier Gruppen mit großem Eifer geübt.


Ein einarmiger Handstand in einem Scherbenhaufen – da bleibt den meisten der 300 Zuschauer die Spucke weg!

Zum krönenden Abschluss der Trainingseinheiten gilt es, die Kunststücke in einer Zirkusgala zu präsentieren. Als sich der Vorhang endlich öffnet, die Scheinwerfer aufleuchten und die Eröffnungsmelodie aus den Lautsprechern dröhnt, ist jegliche Aufregung bei den Darstellern und ihren Betreuern verschwunden. Los geht es mit einem Schwarzlichttheater, an dessen Ende die Kinder das Publikum zum Aufstehen sowie zum lauteren Applaudieren auffordern. Wie ein roter Faden zieht sich die Geschichte um eine entführte Prinzessin und den traurigen Sultan, um Aladin und seine Wunderlampe und um die Befreiung der Prinzessin durch die Aufführung, wobei diverse Prüfungen des bösen Zauberers zu bestehen sind.


Gekonnt demonstrieren die jungen Artisten ihre Künste am Reifen.

Sowohl beim Tellerdrehen, beim Stelzenlauf, bei schwierigen Akrobatiknummern, bei den Clownerien und beim Jonglieren als auch beim Vorführen unglaublicher Fakirkünste treten die „Ferienkinder“ wie echte Stars in der Manege auf, gefeiert von den beeindruckten Zuschauern. Mit einem gemeinsam gesungenen Lied verabschiedet sich die illustre Truppe nach drei Stunden schließlich und sagt zusammen mit den Trainern „Auf Wiedersehen“. Henning Sittlinger zieht dazu ein rundum positives Fazit: „Ich hoffe, dass unserer Orient-Zirkus allen ebenso viel Freude bereitet hat wie unseren Kindern mit und ohne Handicap. Vielleicht sehen wir uns ja im kommenden Jahr bei einer neuerlichen Gala im RekenForum wieder. Dank an die Kinder und Jugendlichen für eine tolle Woche, natürlich auch an die Pädagogen, die vielen Helfer, die Unterstützer unseres Projektes und an die Zuschauer für den Beifall.“ (hh)


Der Zirkuspädagoge Michael Held begrüßt die Gäste schon vor dem RekenForum.