»Stoff zum Nachdenken«

Der Begriff „Prävention“ bezeichnet Maßnahmen zur Abwendung und Verhütung sowie zur Vorbeugung vor unerwünschten Ereignisse oder Zuständen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreffen können, wenn nichts getan wird. Letzteres haben sich die sozialpädagogischen Fachkräfte des Groß Rekener Jugendzentrums AREA48734 des Jugendwerks Reken auf die Fahne geschrieben. Mit Begleitung durch den Theater- und Zirkuspädagogen Michael Held sowie durch Marvin Buchecker und Steffi Riekenberg vom AREA-Team wurde seit Beginn des Jahres erstmals eine sechsmonatige Theater-AG für 14- 16-jährige Jugendliche zum Thema „Suchtprävention“ durchgeführt, unterstützt durch die Reken-Stiftung, die Volksbank in der Hohen Mark, die Kreisjugendförderung und die Gemeinde Reken.

Sechs Sekundarschüler*innen führen im RekenForum vor 350 Schulkameraden das von ihnen selbst geschriebene Theaterstück „Stoff zum Nachdenken“ auf und verdeutlichen die von Nikotin und Alkohol ausgehenden Suchtgefahren.

Als absolutes Highlight des Projektes führten die Sekundarschüler*innen Jana Benson, Eric Ludewig, Leon Tomic, Samuel Andre, Cyntia Bara und Anna-Lena Bellmann im RekenForum vor 350 ihrer Schulkameraden sowie vor einer großen Gruppe von Brückenschülern jetzt das Theaterstück „Stoff zum Nachdenken“ auf, das sie selbst konzipiert, geschrieben, erarbeitet und an nahezu jedem Mittwoch der vergangenen sechs Monate eingeübt haben. „Mit Alkohol und Nikotin wollten wir ganz bewusst zwei Schwerpunkte setzen, weil man damit in der Werbung und bei öffentlichen Veranstaltungen wie zum Beispiel im Karneval oder auf Schützenfesten permanent konfrontiert wird“, erläutern die Nachwuchs-Bühnenakteure die thematischen Hintergründe ihres Werkes.

Von der Bushaltestelle „Suffhausen“ aus starten die Jugendlichen zu einer Fahrt durch die Welt von Nikotin und Alkohol.

Zum Start in ihr Stück spielen die Darsteller per Videowand Werbespots von Marlboro, Licher, Jägermeister, Schöfferhofer, Veltins, Absolut, Martini und Becks vor, um anschließend von der Bushaltestelle „Suffhausen“ aus zu einer Fahrt durch die Welt von Nikotin und Alkohol zu starten. Dabei stellen sie angetrunkene Jugendliche mit solch hohlen Sprüchen wie „…zwischen Leber und Milz passt immer noch n‘ Pils“ dar, verdeutlichen die Verharmlosung und Verdrängung und machen klar, dass rauchende und trinkende Erwachsene ihre Kinder in die völlig falsche Richtung lenken. Vom ersten Bier zum Schnaps, dann zum Vollrausch bis zum Koma und zu den hinreichend bekannten gesundheitlichen Folgen – in bunten Nebelschwaden bringen die jungen Leute die ganze Palette der Suchtgefahren anschaulich auf die Bühne, wofür sie vom Publikum nach 45 Minuten mit großem Applaus bedacht werden! (hh)